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Überblick

Verdeckt ein Neubau dem Nachbargrundstück die Sonne, so berechnen wir auf Grundlage der Bauverordnung des Kantons Bern die übermässigen Schatten.

Dort steht im Artikel 22, dass «geplante Bauten bestehende oder nach den geltenden Vorschriften mögliche Wohnbauten nicht durch übermässigen Schattenwurf beeinträchtigen dürfen».

Beschrieb

Das Haus A (Parzelle 123) wurde gemäss den Projektunterlagen des Architekten modelliert. Das Nachbarhaus B (Parzelle 456) wurde durch GeoplanTeam vermessen und ebenfalls in 3D konstruiert. Die Fassaden der Häuser wurden gemäss Grundrissplan modelliert, also ohne Rücksprünge oder Ein-/Ausbuchtungen von Fenstern etc.

Mit Hilfe unserer GIS-Werkzeuge berechnen wir den Schattenwurf der geforderten Tages- und Uhrzeiten: 21. März (Tages-/Nachtgleich) zwischen 07.30 Uhr und 17.30 Uhr sowie 8. Februar (mittlerer Wintertag) zwischen 08.30 Uhr und 16.30 Uhr. Dabei gilt, dass die Beschattung nicht länger als zwei resp. zweieinhalb Stunden dauern darf.

Die Schatten wurden aus zukünftiger Sicht berechnet (kein Vergleich zum jetzigen Ist-Zustand). Das Gelände wurde als flach angenommen, d. h. die Gebäude und die Landschaft (etwa Bäume, Berge, Hügel) können ebenfalls berücksichtigt werden.

Resultat

Dem Antragsteller haben wir ein Abgabeprotokoll mit all unseren Ergebnissen abgegeben. Darin enthalten sind die Einzelbilder der Schatten und die Schattenverläufe als Zeitraffer-Film.

Mit unseren Schattendiagramm-Grundlagen kann gemäss Art. 22 der BauV entschieden werden: Dort steht: « Die Beschattungsdauer ist angemessen herabzusetzen, wenn die Besonnung durch die Topographie oder andere Bauten bereits erheblich beeinträchtigt ist.»

Link zur Bauverordnung des Kantons Bern:

http://www.belex.sites.be.ch/data/721.1/de