Geodaten und Netzinformationen werden im Laufe der Zeit verwaltet und weiterentwickelt. Jeder Entwicklungsschritt bedeutet auch gleichzeitig eine Qualitätssteigerung bis zu den heutigen Web-Informationssystemen:

Grafisches Leitungskataster

Die Verwaltung von Leitungsinformationen auf Papier-Werkplänen ist die älteste Methode. Nur präzises und sauberes Zeichnen durch geschulte Vermessungszeichner auf qualitativ hochwertigem, verzugsfreiem Papier ist Garant dafür, dass solche Pläne über lange Jahre ihren Dienst erfüllen können. Auch das beste Papier altert aber und die Daten müssen von Zeit zu Zeit neu gezeichnet werden.

Natürlich besitzen wir langjährige Erfahrung und das notwendige Fachwissen, um Papierplänen in einen CAD-Leitungskataster oder gar in ein Leitungsinformationssystem mit Datenbank zu überführen.

CAD-Leitungskataster

CAD-Leitungskataster sind direkt vergleichbar mit grafischen Leitungskatastern. Einziger Unterschied ist, dass die Werkpläne nicht von Hand auf Papier, sondern im Computer gezeichnet und beschriftet werden und auf einem grossformatigen Drucker (Plotter) ausgegeben werden. Der grosse Vorteil ist, dass diese Daten im Computer nicht altern (kein Planverzug), beschränkt in verschiedenen Massstäben und mit anderen Werken (Grundbuchvermessung, Wasser, Abwasser, Elektro, Zonenpläne, Gewässerschutzpläne) kombiniert ausgedruckt werden können.

Die dazu von uns verwendeten CAD-Systeme sind je nach Bedürfnis AutoCAD, MicroStation oder Autodesk-TopoBase.

Leitungsinformationssystem mit Datenbank

Wenn die Werkpläne nicht nur in einem CAD gezeichnet und beschriftet werden, sondern zusätzlich mit einer Datenbank verknüpft werden, spricht man von Geografischen- resp. Netz- oder Leitungsinformationssystemen (GIS/NIS). In der Datenbank werden sämtliche Informationen verwaltet, welche benötigt werden, um die Werkpläne zu erstellen, zusätzlich können aber auch beliebige zusätzliche Informationen (Baujahre, Leitungszustände, Eigentümer, Baufirma, Lieferanten, ja sogar Bilder oder Videos zu den einzelnen Leitungselementen im offenen Graben abgelegt werden. Gegenüber CAD-Leitungskatastern gibt es folgende Hauptvorteile:

  • Es sind verschiedenste Darstellungsmöglichkeiten und praktisch beliebige Massstäbe basierend auf ein und derselben Datengrundlage in der Datenbank möglich. Somit gibt es keine Widersprüche und Mehrdeutigkeiten in den verschiedenen Plänen.
  • Neben den eigentlichen Werkplänen können beliebige statistische Auswertungen und Kontrollabfragen zum Leitungsnetz durchgeführt werden, z.B.
    • Ausgabe aller Leitungen und Schiebern mit Baujahr 1956 vom Lieferant XY.
    • Gesamtlänge aller Leitungen, die nicht von der Gemeinde, sondern einem Leitungsverband zugehören.
  • Sogenannte topologische Abfragen ermöglichen Ihnen, die geometrischen Abhängigkeiten der Leitungselemente untereinander in den Auswertungen zu berücksichtigen, z.B.
    • Auswirkung von Leitungsbruch: Welche Häuser haben keinen Strom mehr beim Ausfall der Trafostation XY?
    • Gefahren- und Risikoanalysen: Welche Abwasserleitungen älter als 20 Jahre befinden sich im Grundwasserschutzgebiet?
  • Daten in Datenbanken können vor unbefugtem Zugriff gut geschützt werden und sind sehr sicher. Trotzdem können sie auf verschiedenste Arten in Listen ausgewertet und in andere Produkte eingelesen (z.B. Microsoft Word, Excel Access) und von anderen Informationssystemen angezapft werden (z.B. GemINFO, Internet)


Die dazu von uns verwendeten Systeme heissen Autodesk-TopoBase, Oracle, LIDS und Access, welche wir kundenorientiert und anforderungsgerecht einsetzen.

Werk- und Gemeindeinformationssysteme im Internet

Unser grosses Anliegen ist es, sämtliche Daten unseren Kunden (Gemeinden, Bauverwaltungen, Versorgungsunternehmen etc.) in der von Ihnen gewünschten und für Sie optimalen Form zugänglich zu machen. Die Zufriedenheit unserer Kunden ist der beste Beweis dafür, dass wir für diese Aufgaben keinen Aufwand scheuen. Die Lösungen reichen von CD-Rom-Lösungen bis zur Bereitstellung der Daten im Internet.